Ohne Beschönigung. Mit Dokumenten. Inklusive der Dinge, die du beim Googeln findest.
Lesezeit: 4 Minuten. Am Ende weißt du, was belegt ist und was nicht.
Das ist der Punkt, an dem die meisten aussteigen — nicht weil die Antwort schlecht ist, sondern weil niemand sie gibt.
Honduras schafft den ZEDE-Rahmen: Verfassungsänderung (Decreto 236-2012, Artikel 294, 303 und 329) und dazu das Organgesetz. Auf dieser Grundlage entsteht Próspera auf Roatán.
Der Nationalkongress beschließt die Aufhebung des Rahmens. Entscheidend ist das Verfahren: Eine Verfassungsänderung wird in Honduras erst wirksam, wenn sie in der folgenden Legislaturperiode ratifiziert wird. Diese Ratifizierung ist nicht erfolgt — deshalb arbeiteten die ZEDEs weiter.
Próspera leitet ein Schiedsverfahren ein — auf Grundlage des Handelsabkommens CAFTA-DR, nicht vor honduranischen Gerichten. Das ICSID registriert das Verfahren 2023 unter ARB/23/2.
Der Oberste Gerichtshof von Honduras erklärt den ZEDE-Rahmen für verfassungswidrig. Damit steht die innerstaatliche Bewertung im Widerspruch zur völkerrechtlichen — genau diese Frage klärt jetzt das Schiedsverfahren.
Das ICSID-Tribunal weist die Vorabeinwände von Honduras zurück. Der Einwand, man hätte erst den honduranischen Rechtsweg ausschöpfen müssen, greift nicht. Das Verfahren läuft in der Sache weiter.
Der neu gewählte Präsident Nasry Asfura unterzeichnet die ICSID-Konvention. Mit der Ratifizierung tritt Honduras dem ICSID wieder bei.
Das US-Außenministerium berichtet dem Kongress: Próspera ZEDE ist weiter in Betrieb. Und: Der US-Regierung ist kein Fall bekannt, in dem ein zuständiges Gericht eine Enteignung von Eigentum in den ZEDEs festgestellt hätte.
Der Streit ist real und nicht abschließend entschieden. Was aber ebenso real ist: Die Zone arbeitet, Gründungen und Meldungen laufen, und bis heute hat kein zuständiges Gericht eine Enteignung festgestellt. Die Auseinandersetzung wird völkerrechtlich geführt — vor einem internationalen Schiedsgericht, nicht vor Gerichten einer Streitpartei.
Wir schreiben hier nicht „alles unproblematisch". Wir schreiben, was der Stand ist, was rechtlich dagegen steht und welches Risiko bleibt. Was du daraus machst, entscheidest du.
„Ist es legal?" ist die falsche Frage — legal ist es. Die richtige Frage lautet: Was passiert mit meiner Firma, wenn sich in Honduras politisch etwas ändert?
Honduranisches Recht kennt das Rückwirkungsverbot und den Schutz wohlerworbener Rechte. Was unter geltendem Recht wirksam entstanden ist, wird dadurch nicht rückwirkend zunichte. Genau darauf stützt sich der Bestandsschutz für bereits eingetragene Gesellschaften.
Unabhängig davon greifen zwei Abkommen: CAFTA-DR (Artikel 10.4) und das Kuwait–Honduras Investitionsschutzabkommen (Artikel 16.4). Diese Zusagen kann Honduras nicht einseitig durch innerstaatliches Recht aufheben — das ist der Kern des laufenden Verfahrens.
Und was wir nicht können: Wir können dir kein politisches Risiko garantieren. Niemand kann das — für kein Land. Was wir dir zeigen können, sind die Verträge, die dagegen stehen, und der Weg, den du hättest.
| Grundlage | Was sie regelt | Dokument | Beleg |
|---|---|---|---|
| ZEDE-Rahmen Honduras | Rechtliche Autonomie der Zone, eigenes Steuer- und Regulierungssystem | Decreto 236-2012 (Verfassungsänderung Art. 294, 303, 329) und Organgesetz 2013 | PDF öffnen |
| Kuwait–Honduras BIT | Investitionsschutz durch internationale Abkommen | Artikel 16.4 | PDF öffnen |
| CAFTA-DR | Investitionsschutz, Grundlage des Schiedsverfahrens | Artikel 10.4 | PDF öffnen |
| Schiedsverfahren | Streitbeilegung außerhalb lokaler Gerichte | ICSID, Verfahren ARB/23/2 · Entscheidung über Vorabeinwände vom 26.02.2025 | PDF öffnen |
Stand: August 2026. Quellen: Bericht des US-Außenministeriums an den Kongress zu US-Investitionen in Próspera ZEDE (Juni 2026) · ICSID-Entscheidung über die Vorabeinwände vom 26.02.2025 · Legal Stability Disclosure der Próspera ZEDE. Die Originaldokumente zeigt dir Arash im Gespräch.
Wo du Steuern zahlst, entscheidet deine Steuerresidenz — nicht der Sitz deiner Firma.
Wir sind eine Plattform. Wer dir als Plattform deine persönliche Steuersituation beurteilt, überschreitet eine Grenze, die es aus gutem Grund gibt.
Ownership Privacy heißt: keine öffentlichen Eigentümer-Einträge. Sie heißt nicht: unsichtbar für Finanzämter oder Banken.
0 % Körperschaftssteuer auf Umsatz von Kunden außerhalb Prósperas. 1 % nur auf Umsatz von Kunden, die physisch in Próspera sitzen.
Was du persönlich zahlst, hängt ausschließlich von deiner Steuerresidenz ab. Diese Ebene wird von keiner Firmengründung berührt.
Die Struktur ist legal. Sie ist keine Steuerhinterziehung. Und sie ist keine Abkürzung um Ebene 2 herum.
Dann stell sie direkt. Arash zeigt dir im Gespräch die Dokumente — und sagt dir auch, wo etwas offen ist.
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